s c u l p t u r e   Thomas Link - Internationale Kunstprojekte - Fotografie, Video, Installationen


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"P.C. Progetto Cipresso"
Italia 2005 in Fontegreca,
Regione Campania, Parco Regionale del Matese im Rahmen des EU-Projekts Pae-se-saggio work group, Villaggio dell'Arte
P.C. Projetto Cipresso Italia 2005

Im Projekt nahmen integrativ acht junge Frauen teil:
Maria Antonietta lemma, Loredana Altieri, Maria lemma, Italina Maddalena, Amalia lemma, Addolorata Montaquila, Enrica Cuculo, Lucia Palumbo


Assistenz und Übersetzung:
Monica Carmen, Brigitte Moser, Emanuele Ricciardi


Lebensraum - Entdecken was wir "Kennen"
Begegnung mit der Cipresseta

Wassersteine Wassersteine Wassersteine

 

Standplätze von Bäumen
in Bezug zueinander gesehen ergeben Raumkompositionen
und geometrische Formsysteme.


Installation                                                                                      Video

Wassersteine Wassersteine Wassersteine
                                      Erzählungen und Legenden     Einzelvorschläge zur Skulptur
   "Il mio posto preferito nella cipresseta
                
                                                                                                                    - due minuti di parole e di silencio"

Skulptur
"Mühlrad der Zeit" oder das "Parlament der Bäume"
"Il Mulino Del Tempo e il Parlamento Degli Alberi" der Versammlungsplatz


Wassersteine Wassersteine

- Fontegreca, seine Menschen und der Cipreseta Wald
- Lebensraum - Entdecken was wir "kennen"
- Wege der Verbindung von Dorf zu Wald und ihre Geschichten
- Installation (Foto, Text, Video) in Fontegreca
- Entwicklung eines Versammlungsortes in Form einer "Naturskulptur" an der Cipresseta

Im Rahmen des EU-Projekts Pae-se-saggio workgroup wurde ich von der Organisation Villaggio dell Arte eingeladen, in der Regione Campania, Parco Regionale del Matese, Italia, ein Art Project zu realisieren.

Der Ansatz war, mit den Menschen zu arbeiten, die in dieser Region leben und mit ihrem Lebensumfeld.
Fokus war die Ortschaft Fontegreca, unmittelbar an der Cipresseta gelegen, dem größten Zypressenwald Europas.

Wie also mit den Menschen in Kontakt kommen und mit der Realität dieses Ortes? Acht junge Frauen aus Fontegreca fanden sich bereit mit mir das Art Project P. C. Progetto Cipresso zu erarbeiten.

Was ist die Verbindung zwischen den Menschen in der Ortschaft und dem Zypressenwald?
In der Vergangenheit war der Wald eine wichtige Lebensressource, bildete eine Einheit mit dem Dorf und seinen Bewohnern.
Wie viel existiert noch von dieser Einheit heute, wo die Geschichte gezeigt hat, dass viele Einwohner den Ort verlassen haben um in die USA und andere Länder auszuwandern.

Das Art Project P. C. ist gedacht als Experiment einer Entdeckung und Veränderung von Ansichten und Haltungen gegenüber dem "wohl bekanntem Lebensumfeld", gegenüber dem Wert eines Lebensraumes als Existenzgrundlage, seinem natürlichen Reichtum und seiner Schönheit.

Der Versuch, sichtbar und erlebbar zu machen, dass dieses Stück Land wert ist hier zu leben, wert ist geliebt zu sein, genutzt zu werden als Lebensgrundlage.

Von besonderer Bedeutung war dabei die Mitarbeit der acht jungen Frauen aus Fontegreca. Sie werden für sich eines Tages entscheiden, an welchem Ort sie leben und ihre Kinder großziehen wollen, was sie ihren Kindern vermitteln von diesem Land.

Das Projekt entwickelt sich in drei Phasen:
1. Begegnung mit dem Wald, dem Lebensumfeld, dokumentiert und
gestalterisch umgesetzt in einer Installation (Foto, Text, Video).

2. Gestaltung eines Versammlungsortes an der "Schwelle" zwischen
Fontegreca und der Cipresseta, als Treffpunkt für Freunde und Familie. Der
Versammlungsort wird geschaffen in Form einer "Naturskulptur", die
entsteht durch die Pflanzung von Bäumen und der Setzung einer großen,
zentralen Steinplatte - ein schattiger Hain wächst heran, der einlädt zu
Begegnung und Verweilen.

3. Verantwortung und Fürsorge zu tragen für jeden einzelnen Baum bleibt die
Aufgabe der jungen Frauen auch in der Zukunft, für ihren "Familienbaum".

Erste Arbeitsphase ist die Begegnung mit dem Wald, der Cipresseta.

Drei Wege sind angedacht, die Ortschaft und Wald miteinander verbinden:

a) der Weg der Maria di Cipressi - ein Weg von den heiligen Orten im Dorf zu den heiligen Orten im Wald bis hinauf in die Berge zur Grotte der Maria.
Geschichten und Legenden, gesammelt in den Familien der Mädchen, begleiten diesen Weg.
Die Aufmerksamkeit auf diesem Weg richtet sich auf die Entdeckung "der kleinen Dinge", einer unbeachteten Formenwelt der Natur, die Bilder sind von Wachstum, Bewegung, Naturgesetz und einem eigenständigen Zeitmaß.

b) Der Weg des Wassers - der Gebirgsbach mit seinen Steinen, Pflanzen und natürlichen Grotten, sein Weg aus den Bergen hinunter zur alten Mühle - ein Symbol für Ernährung - und weiter zu den Trinkwasserbrunnen und öffentlichen Waschplätzen in Fontegreca.

c) Der Weg der Liebe - Begegnung mit versteckten Plätzen, poetischen Orten, unbekannten Wegen in der Cipresseta und den Lebensgeschichten ihrer Bäume.

Über diese Themen hinaus war die Beobachtung von Bäumen und ihren Standplätzen ein wichtiger Ansatz als Grundlage für die spätere Baumpflanzung und Gestaltung des Versammlungsortes, der "Naturskulptur".
Standplätze von Bäumen, in Bezug zueinander gebracht, ergeben Raumkompositionen und geometrische Formsysteme, zeigen natürlich entstandene Gestaltungsformen.

Die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke dieser Wege sind die Vorarbeit und zugleich integrativer Teil der "Naturskulptur".

Die Erkundung des Lebensumfeldes - die drei Wege - werden dokumentiert, eine Installation (Foto, Text, Video) entsteht, die als Ausstellung in Fontegreca gezeigt wird.

Die Ausstellung in der Ortschaft und die "Naturskulptur" - der Versammlungsort - bei der Cipresseta bewirken in ihrem Dialog eine dynamische Interaktion zwischen den beiden Lebensbereichen und Lebensräumen.
Die Ausstellung - Installation (Foto, Text, Video) - umfasst:

- Fotografie, SMS-Kurznachrichten (eine Form zeitgenössischer Poesie).
- Texte - Erzählungen und Legenden - über den Wald, erfragt von den Frauen
in ihren Familien und in der Nachbarschaft (Mythologie und Historie).
- Video "Il mio posto preferito nella cipresseta - due minuti di parole e di
silencio" zeigt jede Mitarbeiterin (zwei Minuten pro Person) an einem von ihr
speziell ausgewählten, ganz persönlichen Ort im Wald - ihrem Platz der
Kontemplation - dokumentiert einen Jetzt-Zeit-Ausschnitt.

Die "Naturskulptur" "Mühlrad der Zeit" oder "Das Parlament der Bäume" - der Versammlungsplatz - entsteht auf einer Hangfläche zwischen der Capella della Madonna dei Cipressi, ummittelbar am Waldrand gelegen und der alten Mühle unten am Fluss am Rande der Ortschaft, einem Platz, der sich als "Schwelle" zwischen Fontegreca und der Cipresseta erweist.

Zentrum der Gestaltung ist eine massive Steinplatte, ein Fundstück aus den Bergen, unbearbeitet, in der Formtendenz eher rund, nimmt assoziativ die Verbindung zur alten Mühle auf. Die Steinplatte lagert horizontal im Gelände, scheinbar schwebend, keine Seite berührt den Boden, wird mittig getragen von einer flachen Mauerkonstruktion.
Neun Bäume werden im Bezug zu dieser Steinplatte angepflanzt. Jede Mitarbeiterin pflanzt ihren eigenen Baum.
Die Position der Bäume zueinander - die formale Konstellation der Figur - entwickelt sich aus den Erfahrungen, die in der Cipresseta mit Baumkonstellationen gemacht wurden und in der Auseinandersetzung mit dem Platz, an dem die Skulptur entsteht.
Jeder Standplatz eines Baumes wird auch ermittelt durch die Einnahme eines persönlichen Standpunktes.
Das Formsystem ist offen, kann später erweitert werden durch andere Menschen, Familien, die Interesse haben in den Kreis einzutreten und ihren Baum dazu zu pflanzen.

Die Bäume werden gemeinsam gepflanzt. Jede Frau übernimmt in der Zukunft die Verantwortung für ihren Baum.
Sie lernt ihn zu pflanzen, zu pflegen, zu schützen, begleitet sein Wachstum, behütend über die Jahre.
Sie wird der "Pate" für diesen Baum.
Der Baum wird ein Zeichen für ihr Da-Sein an diesem Ort und für ihre Familie, ein Symbol für Dauer über die Generationen.

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