s c u l p t u r e   Thomas Link - Kirchenraum-Gestaltung


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ALTE PFARRKIRCHE ST. MARTIN Garmisch

Alt St. Martin Alt St. Martin Alt St. Martin Alt St. Martin Alt St. Martin Alt St. Martin Alt St. Martin Alt St. Martin
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Erzbistum München und Freising Dekanat Werdenfels

Altar, Ambo, Taufstein
Konsolen, Seitenaltarplatten Travertin, Tivoli, Italien
Sedilien Kirschholz
Leuchter, Osterkerzenleuchter Bronze, modelliert, gegossen
Akoluthenleuchter Schmiedebronze, Kunstschmiedearbeit
Schriftenstand Eiche

Ausführung 2004/2005

Alt St. Martin Garmisch
Neugestaltung der liturgischen Orte

Die Alte Kirche St. Martin, Garmisch mit ihren wunderbaren gotischen Wandgemälden, ist durch eine lange Phase der Restaurierung und Neugestaltung gegangen.

Nach Abschluss der baulichen Sanierung von Spitzhelm, Dachstuhl und Mauerwerk, sind nun im Innenraum die Figuren des Gegeißelten Heiland, des Heiligen Josef, der Heiligen Anna und des Heiligen Sebastian restauriert worden.

Volksaltar, Ambo und Taufstein habe ich neu gestaltet und ausgeführt in hellem Travertin.
Grundlage der Konzeption für den Altar sind der Bezug zur Architektur und die Gedankenbilder zu "Getragensein" und "Wandlung". Entwickelt aus der Raumsituation ergibt sich eine quadratische Mensa. Sie ruht auf einem im Grundriss kreuzförmigen Travertinblock, der, vom Boden leicht angehoben, durch vier Ecksteine getragen wird - die Verbindung zur Erde. Die Mensa steigt auf in den Raum, scheint zu schweben - Bild des Übergangs, der Wandlung. Auf der Mensa vollzieht sich die Wandlung in der Eucharistiefeier.
Getragensein - als ein Bild für die Botschaft Christi - sie trägt den Menschen im Glauben, im Gebet, im täglichen Tun, erhebt ihn im Herzen und im Geiste. Getragensein heißt nicht den Boden zu verlieren, bedeutet Hingabe in Vertrauen.

Ambo - Ort des Wortes - ist aus der Apsis ins Langhaus versetzt, kommt der Gemeinde entgegen, in Gedanken an die Verbindung durch das gesprochene Wort der Botschaft Christi. Die Anordnung der plastischen Elemente im Ambo unterstreicht diese Geste.
Das Evangeliar findet seinen Platz auf einer eigens gestalteten Ablage auf dem nördlichen Seitenaltar, der so in die liturgische Wegeführung wieder einbezogen wird.
Der Taufstein ist aufgebaut aus tragender Säule und großem Steinbecken mit Bronzeschale. Die Säule, stufig in den Boden eingelassen, formuliert eine Geste, die an das Hinabsteigen zum Wasser der Taufe in der frühen Christengeschichte erinnert.
Der Ort der Taufe, asymmetrisch gesetzt in den Eingangsbereich, steht im Bezug zu den Axialitäten des Raumes. Der Taufstein belebt einen fast vergessenen liturgischen Ort, eine ins spätgotische Gewölbe eingelassene Heilig-Geist-Öffnung, die sich im Taufwasser spiegelt. Formal ist die Kommunikation aufgenommen mit der mächtigen in die Joche und Gewölberippen grazil übergehende Mittelsäule des Langhauses.
Ein Schrein in der Konsole des restaurierten Altarretabels an der östlichen Turmwand beherbergt die Heiligen Öle.
Zur Neugestaltung gehören auch der Vorsteher-Sitz, der Osterleuchter aus Bronze, die Leuchter auf den Seitenaltären, die Akoluthenleuchter beidseitig des Altars, der Unterbau des Altarretabel an der Turmwestwand und der Schriftenstand sowie die Umgestaltung der Seitenaltäre.